Externe Kameras

Verwendung externer Kameras

Ab der Version v1.8.0 (aktuell nur Android) unterstützt unsere Schützenapp auch externen Kameras für den Betrieb des Live-Monitors.

Die Grundidee ist es, das Bild der Zielscheibe für eine Auswertung in der App über eine fest installierte WLAN-Kamera aufzunehmen und an das Endgerät weiterzuleiten.

Bis auf die Tatsache das das Videobild aus einer anderen Quelle stammt als von der internen Kamera des Endgerätes, funktioniert die Bedienung und Konfiguration des Live-Monitors genau wie gehabt. Siehe dazu die Anleitung des Monitors.


Wo finde ich die Einstellungen für externe Kameras?
Welche Kameras kann ich verwenden?
Wie benutze ich die Stream Funktion?
Was sollte ich beim Einrichten des Kamerasystems beachten?

Wo finde ich die Einstellungen für externe Kameras?

Die Anbindung und Verarbeitung externer Videostreams ist im Live-Monitor integriert und wird dort für die Echtzeitauswertung von Schüssen auf eine Papierscheibe genutzt.


Welche Kameras kann ich verwenden?

Unterstützt werden Kameras, die einen direkten Videostream über ein RTSP oder HTTP Protokoll anbieten. Der Stream muss über dasselbe Netzwerk bereitgestellt werden, in der sich auch das Endgerät mit Blackhole befindet.

Dabei ist es egal, ob die Kamera und das Handy über einen Router mit dem gleichen Netzwerk kommunizieren, oder ob die Kamera eine sogenannte Ad-Hoc Schnittstelle anbietet, mit der man sich direkt verbinden kann.

ACHTUNG!

Du wirst höchstwahrscheinliche eine zusätzliche Objektiv-Optik vor deiner Kamera benötigen. Handelsübliche WLAN Kameras für den Konsumermarkt sind nicht für Nahaufnahmen ausgelegt wie sie für eine Scheibenbeobachtung und -auswertung benötigt werden.

IP Webcam mit einem Handy

Eine interessante Alternative zu industriellen Kameras ist die Handy-App „IP Webcam“ von Pavel Khlebovich. Damit kann man aus einem Handy mit Kamera und einem Teleobjektiv eine komplette WLAN-Kamera erstellen, die mit sehr vielen Einstellmöglichkeiten und Optionen ausgestattet ist.

IP Webcam App im Google Play Store


Wie benutze ich die Stream Funktion?

Richte deine externe Kamera wie in der Anleitung des Herstellers beschrieben ein. Du solltest zum Schluss eine URL erhalten, auf die die Kamera ihren Videostream im Netzwerk bereitstellt. Das ist bei jedem Kameramodell etwas anders, setzt sich aber meist aus der IP-Adresse und dem Port der Kamera und einem zusätzlichen Prä- und Postfix zusammen. Das kann z.B. so aussehen:

rtsp://192.168.178.10:544/live/ch0

http://100.100.100.202:8080/video

Achtung! Das sind nur Bsp. Die von dir benötigte URL kann sich erheblich von den Gezeigten unterscheiden. Erkundige dich eventuell beim Hersteller deines Kamerasystems.

Einige Kameramodelle verfügen über eine zusätzliche Passwortfunktion. Blackhole unterstützt dies nur für RTSP Protokolle. Gib die Daten in die entsprechenden Felder ein. Oft ist die Einrichtung ohne Zugangsbeschränkung einfacher.

Die vier Speicherplätze sind am Anfang leer. Du kannst damit die Daten von bis zu vier Kamerasystemen speichern. Halte dafür einfach nach der Eingabe der URL einen der Knöpfe gedrückt und warte, bis eine entsprechende Nachricht auf dem Haupt-Start-Knopf des Menüs erscheint. Lasse dann los und die Daten sind gespeichert. Ein kurzer Druck auf einen der Knöpfe lädt die Daten in die entsprechenden Felder zurück.

Ist die Adresse korrekt, kannst du mit dem Knopf „Stream Starten“ das Video an- und ausschalten. Wenn der Vorgang erfolgreich war, sollte die kleine LED rechts auf dem Knopf grün werden und das Bild sollte im entsprechenden Fester zu sehen sein.

Die Framerate unterscheidet sich von Kameramodell zu Kameramodell und kann schwanken.


Was sollte ich beim Einrichten des Kamerasystems beachten?

Die Zielscheibe sollte bildfüllend, scharf und vollständig in der Live-Ansicht zu sehen sein.

Die Kamera sollte so nahe wie möglichst und in einem sehr steilen Winkel zur Scheibe aufgebaut werden. Helfen kann dabei die Live-Kalibrierhilfe. Aktiviere Phase 1 der Kalibrierung und richte das System so lange aus, bis Blackhole den inneren Spiegel mit einem Qualitätswert über 0,98 erreicht. Je besser die Ausrichtung, desto besser die später erzielten Ergebnisse.

ACHTUNG!

Vermeide unbedingt digitale Zoomfunktionen, oder nur mit einer sehr geringen Vergrößerung. Ein rein digitaler Zoom, verringert einfach nur die Bildqualität und vergrößert das Bild nur für Menschen, nicht für eine Computergestützte Schussanalyse. Die App, IP Webcam, bietet die Möglichkeit eines analogen Zooms an, wenn das dein Endgerät unterstützt. Dies ist zu bevorzugen.

Benutze immer Videoauflösungen im Querformat. Im Gegensatz zu der internen Kamera wird das Videobild bei externen Streams nur quer verarbeitet.

Stell keine zu hohe Auflösung ein. Auch wenn dadurch die Qualität der Auswertung gesteigert werden kann, kann es sein, dass viele ältere Endgeräte diese hohen Auflösungen durch ihre schwächere Hardware nicht mehr stabil und schnell genug verarbeiten können. Auflösungen ab 1280×720 reichen oft bereits für eine gute Erkennung aus.

Benutze einen manuellen Focus, wenn möglich. Die Autofokus-Algorithmen passen ihre Werte oft dynamisch an und könnten die Aufnahme durch Blackhole stören. Bei einer zusätzlichen Optik sollte der Autofokus immer ausgeschalten und über das Objektiv eingestellt werden.